Rahmenlehrplan für das Fach „Alternative Wärmeerzeuger“ neu strukturiert
Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland richtet die Bildungsaktivitäten in der Meisterausbildung im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk neu aus.
Nach überaus positiven Erfahrungen aus den bisherigen Bildungsveranstaltungen mit den Meisterschülern des Installateur- und Heizungsbauerhandwerks werden seitens der Handwerkskammer nun die notwendigen Schritte unternommen, die begonnenen Bildungsaktivitäten zu verstetigen. Entscheidende Gründe sind hier vor allem die Berichte und Bewertungen seitens der Fachdozenten und der Meisterschüler bei den Lehrgangsabschlussbesprechungen.
Folgende Erfahrungen wurden geäußert:
-
Es entsteht ein größeres Interesse bei den Meisterschülern für eine nachhaltige, ressourcenschonende Wärmeversorgung mit Energieträgern aus der Region.
-
Es entsteht Bewusstsein für eine regionale Wertschöpfung, die ländliche Räume fördert.
-
Bei den Meisterschülern als zukünftigen Führungskräften verringern sich Hemmschwellen, neue und innovative Technologien tatsächlich einzusetzen.
-
Die Anschaulichkeit der Anlagentechnik führt zur Durchbrechung des Black-Box-Denkens und damit zu stärkerer Auseinandersetzung mit dieser Technik.
-
Vertiefte Kenntnisse zur Holzhackschnitzelherstellung verdeutlichen die größeren Anforderungen an die Qualität der Planung für Brennstofflagerung, Brennstoffzufuhr und Anlagentechnik im Vergleich zur herkömmlichen, öl- oder gasgestützten Heiztechnik. Auch Fragen zur Brennstoffversorgung und Brennstoffqualität werden als bisher kaum beachtete Aufgabenstellungen erfahrbar.
Folgende Zielsetzungen werden daraus für die zukünftigen Lehrgänge abgeleitet. Es soll erreicht werden, die Teilnehmer
-
zu wecken für eine nachhaltige, ressourcenschonende Wärmeversorgung,
-
zu begeistern für regionale Wertschöpfung durch innovative Wärmeerzeugung auf hohem technischem Standard ohne Einbußen am Komfort,
-
durch Erfahrungsbildung an bestehenden Anlagen zu ermutigen, zukünftig innovative Wärmetechnologien einzusetzen und
-
zu befähigen, ressourcenschonende Anlagentechnik bezüglich ihrer Einsatzbereiche und Anforderungen an Planung und Ausführung beurteilen, vermarkten und aufbauen zu können.
Dementsprechend wird innerhalb des Rahmenlehrplans das Fach „Alternative Wärmeerzeuger“ neu strukturiert. Das Themengebiet Holzfeuerungstechnik wird in einem Umfang von 16 Unterrichtsstunden neu hinzu genommen und damit für die zukünftigen Lehrgänge fest implementiert. Innerhalb dieser Strukturen ist die bestehende Holzhackschnitzelheizungsanlage der Freien Waldorfschule Evinghausen integraler Bestandteil des Rahmenlehrplans.
Rainer Klostermann
|