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Aufgrund der bisher angeeigneten Grundfertigkeiten und dem erlebten Verhältnis zur Natur ist das bisher mehr auf der Erfahrungsebene gelernte auch kognitiv zu durchdringen, wissenschaftlich zu erforschen und praktisch anzuwenden.
Stationen der Umweltbildung in diesem Alter sind für die Schüler:
- Im Landwirtschaftspraktikum (2 – 3 Wochen) wird der Umgang mit der Natur und die aus den Naturgesetzen entstehenden Verbindlichkeiten verbindlich. Die Landwirtschaft als Grundlage für eine Pflege der Natur wird in ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Dimension erfahren.
- Im Feldmesspraktikum (2 – 3 Wochen) wird Kulturlandschaft exakt vermessen und kartiert, so dass alle Einzelheiten ins Bewusstsein gehoben und durchdrungen werden.
- Im Industriepraktikum (3 Wochen) wird die industrielle Arbeitswelt erfahren und dieses dann in den globalen Weltzusammenhang gestellt. Wesentliches fachübergreifendes Thema ist dabei auch die heutige Wirtschaftsordnung im Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Regionalisierung.
- Der naturwissenschaftliche Unterricht und das dazugehörige Experiment wird immer wieder aus der Natur abgeleitet (keine Trennung von Natur und Naturwissenschaft / Bionik).
- Technisches Durchdringen unterschiedlicher Formen der Energieerzeugung und möglicher Energieeinsparungen sowie der nachhaltige Umgang mit den Naturvorräten ist Thema im experimentellen Unterricht. Einzelne Schüler werden zu „Energiespardetektiven“ ausgebildet.
- Der Kunst- und handwerkliche Unterricht unterstützen den allgemeinbildenden Unterricht so intensiv, dass damit zugleich das Anforderungsprofil für eine Berufsgrundbildung erfüllt wird.
Nachdem wir in den vergangenen Jahren all unsere Projektaktivitäten dokumentiert haben (siehe unsere Zwischenberichte) befinden wir uns nun in der Phase der Auswertungen. Die nach Klassenstufen sortierten pädagogischen Maßnahmen werden gegenwärtig von den Stufenkonferenzen begutachtet, inwieweit sie jeweils "nur" empfohlen oder künftig für alle Klassen verbindlich sein sollen. Außerdem wird beurteilt, ob und wenn ja, welche Handreichungen dazu zusammengetragen werden müssen. Als Resultat soll dann ein schulisches Curriculum zur Nachhaltigkeit für die Klassen 1 bis 12 zusammengetragen werden, das im nächsten Schuljahr 2010 / 2011 in Kraft treten wird. |